Detail
AFP
Als Tumormarker: Für die Verlaufsbeurteilung von Tumormarkern sollten nur Resultate miteinander vergleichen werden, die mit der gleichen Methode im gleichen Labor bestimmt wurden, andernfalls kann dies zu medizinischer Fehlinterpretation führen. Die AFP-Bestimmung wird eingesetzt bei der Ueberwachung von nicht seminomatösen Hodenkrebs, weiter findet man erhöhte AFP Werte bei Patienten mit primärem hepatozellulären Karzinom, mitendodermalen Sinustumoren, Teratokarzinomen des Ovars, sowie bei speziellen gastrointestinalen Tumoren. Es wurden auch erhöhte AFP Werte bei nicht kanzerösen Erkrankungen wie z.B. Louis-Barré Syndrom, Tyrosinämie, neonataler Hyperbilirubinämie, viraler Hepatitis, bei chronischer Hepatitis und Leberzirrhose (bis 300, selten 500 kU/l) beobachtet. AFP ist das häufigste Protein im fetalen Serum, es wird in der Zeit vor der Geburt durch das Albumin abgelöst. In den ersten Lebenswochen kann deshalb noch AFP beim gesunden Kind gefunden werden. In der Schwangerschaft: Bei Schwangeren wird AFP als Screening-Test zur Früherkennung der Spina Bifida beim Foetus eingesetzt (im Prinzip in der 17. SSW), oder zusammen mit anderen Bestimmungen wie ß-HCG und das unkonjugierte Oestriol ("Triple Test") zur Abschätzung des Down-Syndrom Risikos.
