Detail

Arsen im Plasma

Fachbereich
ZLM TDM/Toxikologie
Bereich
ZLM TDM/Toxikologie
Klinische Information

Arsen (englisch: arsenic, chemisches Symbol: As) ist ein Element der Stickstoffgruppe mit der Ordnungszahl 33 und einer relativen Atommasse von 74.9216. Es gehört zu den nicht essenziellen Ultraspurenelementen, die in vielen Verbindungen toxisch wirken können. Arsen tritt in Oxidationsstufen von -3 bis +5 auf, wobei keine freien Kationen vorkommen. Im Körper gelangt Arsen hauptsächlich in anorganischen Verbindungen mit Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel sowie organisch mit Alkyl- oder Arylresten. In Knochen wird Arsen als Arsenat gespeichert, während es in anderen Geweben als dreiwertige Verbindung vorkommt. Die Aufnahme erfolgt grösstenteils über Nahrungsmittel wie Fisch, Meeresfrüchte, Reis und belasteten Wein, während Exposition durch Inhalation und Haut eine geringere Rolle spielt. Die Resorptionsrate kann je nach Verbindung bis zu 90 % betragen. Arsen verteilt sich im Blut rasch auf Leber, Nieren und Lunge, langfristig auch auf Haare, Nägel und Knochen. Es passiert die Plazenta, was Risiken für den Fötus mit sich bringt. Die Ausscheidung erfolgt in drei Phasen über die Nieren, teils auch über die Galle, die Halbwertszeiten liegen bei 2, 9 und 38 Tagen. Systemische Effekte betreffen die Hemmung der ATP-Aktivität und die Blockade der DNA-Reparatur, was zu Zellschäden führt (Gentry et al., Environ Mol Mutagenesis 2010,51:1-14). Eine physiologische Funktion von Arsen beim Menschen ist nicht bekannt. Klinisch sind Arsen-Vergiftungen, vor allem in belasteten Gebieten, relevant. Akute Intoxikationen schädigen Organe und das Nervensystem, chronische führen zu Haut- und Gefässschäden.

Synonym
AS
Methode
ICP-MS
Probenmaterial
Blut
Probengefäss
S-Monovette Metallanalytik
Probenentnahme
Blutentnahme möglichst ohne Stauung durchführen. Bitte ausschliesslich die Spezialnadeln für die Metallanalytik verwenden (z.B. Safety-S-Monovette-Kanüle Met. 21G*1 1/2'', Sarstedt AG, Ref.Nr. 85.1162.600, SAP Produkt-ID 10053494). Für die Blutentnahme zur Metallanalytik unbedingt metallfreie Probenröhrchen verwenden. Nachfolgend einige Beispiele: 1) Sarstedt AG: S-Monovette, Metallanalytik Lithium-Heparin, 7.5 mL, 92 mm, Art.Nr. 01.1604.400, SAP Produkt-ID 10009147 2) Becton Dickinson: BD Vacutainer Röhrchen für Spurenelement-Analytik (K2EDTA, PET), Verschluss blau, Art.Nr. 368381 3) Greiner-Bio-One: VACUETTE NH Trace Elements Sodium Heparin, Art.Nr. GREI456080_1200 Nach Zentrifugation das Plasma ausschliesslich in metallfreie Röhrchen für den Transport ins Labor dekantieren (z.B. Screw cap tube, 7 ml, (LxØ): 82 x 13 mm, PP, Art.Nr. 63.550.121, Fa. Sarstedt). Hinweis: Die mit den Labormesswerten ausgewiesenen Referenzwerte gelten nur, wenn in den 48 Stunden vor der Blutentnahme kein Fisch konsumiert wurde. Telefonnummer TDM/Toxikologie: 031 632 29 65
Postversand
gekühlt oder Raumtemperatur
Frequenz
2x wöchentlich (Di, Do)
Weitere Informationen
Versand gekühlt oder bei Raumtemperatur, Probenstabilität: 7 Tage bei Raumtemperatur, 14 Tage bei 4°C, 1 Jahr bei -20°C, Langzeitaufbewahrung bei -80°C
Verrechnung
1x 02.1092.00 EAL ARSEN