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Nickel im Plasma
Nickel (englisch: nickel, chemisches Symbol: Ni) ist ein Übergangsmetall mit der Ordnungszahl 28 und einer relativen Atommasse von 58.69. Es zählt zu den essenziellen Spurenelementen,wobei die Essenzialität für den Menschen noch nicht vollständig gesichert ist. Biochemisch relevant ist das Ni²?-Ion, das im Körper an Makromoleküle wie Proteine (z. B. Albumin) gebunden ist. Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich über Nahrung und Getränke mit einer Absorptionsrate von unter 10 %. Nickelreiche Lebensmittel sind Gemüse, Soja, Schokolade, Nüsse und Getreide. Weitere Expositionsquellen umfassen Trinkwasser (insbesondere bei längerer Berührung mit Armaturen), Dentalwerkstoffe, Schmuck, Piercings, Tattoofarben, Textilfarben, Töpfe, Kaffeemaschinen, Industrieemissionen und Tabakrauch. Im Blut wird Nickel an Proteine gebunden und als Ni-Histidin transportiert, verteilt sich im Organismus und wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Die Halbwertszeit von oral aufgenommenem Nickel liegt bei etwa 28 Stunden, während inhalierte Formen bis zu 50 Stunden verbleiben können. Nickel aktiviert Enzyme wie Dehydrogenasen, Phosphatasen und Peptidasen. Ein Nickelmangel ist bisher nicht bekannt. Akute Vergiftungen sind selten und äussern sich durch unspezifische Symptome. Chronische Intoxikationen, insbesondere arbeitsmedizinisch relevant, können zu Dermatitis, Allergien, Lungenschäden oder Neoplasien führen. Nickel ist als kanzerogen eingestuft, vor allem bei inhalativer Exposition, die Atemwege betreffen kann. Systemische Effekte bei Nickelbelastung umfassen DNA-Schädigung durch Verdrängung von Magnesium aus dem Heterochromatin, epigenetische Modifikationen, Aktivierung der Leukotrien-B4-Synthese und mögliche allergische Sensibilisierungen (Klein et al., Pathobiology 1994, 62:90-8).
