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Cadmium im Vollblut
Cadmium (chemisches Symbol: Cd) ist ein giftiges Übergangsmetall mit der Ordnungszahl 48 und einer relative Atommasse von 112.41. Cadmium gehört zu den nicht essenziellen Ultraspurenelementen. Es liegt als zweiwertiges Kation vor und ist im Blutplasma hauptsächlich an Albumin und ??-Makroglobuline gebunden, während es in Zellen vor allem an Metallothionein (MT) gebunden ist. Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich über die Nahrung. Die Resorptionsrate liegt bei etwa 5 %, kann jedoch bei Mangel an Calcium, Eisen und Protein auf 1520 % ansteigen. Im Blut ist Cadmium an Erythrozyten und Lymphozyten gebunden, wobei der Anteil im Plasma gering ist. In der Leber, die etwa 15 % des Körpercadmiums speichert, wird die Synthese von Metallothionein induziert, das freies Cadmium bindet und eine Schutzfunktion übernimmt. Der Cadmium-Metallothionein-Komplex gelangt zur Niere, dem Hauptspeicherorgan, wo etwa 50 % des Körpercadmiums vorhanden sind. Eine physiologische Funktion von Cadmium ist nicht bekannt. Quellen sind Industrieemissionen, kontaminierte Böden, belastete Nahrungsmittel, Düngemittel, Farben sowie Tabakrauch. Bei erhöhter Zufuhr können akute und chronische Intoxikationen mit unterschiedlichen Symptomen auftreten. Besonders relevant sind Nephrotoxizität (z. B. Proteinurie, reduzierte glomeruläre Filtration) sowie Auswirkungen auf das Gefässsystem (Bluthochdruck). Zudem ist Cadmium kanzerogen.
