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Ceftriaxon
Therapeutischer Bereich: Zielwert individuell für jede Patientin / jeden Patienten. Der therapeutische Bereich ist abhängig von der Indikation und der Art der Kombinationstherapie. Bei weiteren Fragen zu Dosierung, MIC und entsprechendem therapeutischem Bereich des jeweiligen Antibiotikums wenden Sie sich bitte an die Universitätsklinik für Infektiologie Inselspital Bern. Target trough total (Cmin) or free (fCmin) plasma concentration following intermittent administration for the main antibiotics and Target total (Css) or free (fCss) steady-state plasma concentration following continuous administration for the main beta-lactam antibiotics Adapted from Guilhaumou et al. Critical Care 2019 23:104 doi.org/10.1186/s13054-019-2378-9 Ceftriaxon Free fraction [f] (%) Documented infection Non-documented infection MIC threshold mic.eucast.org ECOFF (Epidemiological Cut-Off) ~10% fCmin or fCss >= 5× MIC Cmin <100 mg/l Cmin 20-100 mg/l 0.125 mg/l E. coli Le Turnier P, Navas D, Garot D, Guimard T, Bernard L, Tattevin P, et al. Tolerability of high-dose ceftriaxone in CNS infections: a prospective multicentre cohort study. J Antimicrob Chemother. 2019 Klinische Information: Ceftriaxon ist ein bakterizides Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine der 3.Generation, und dient der parenteralen Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten mit empfindlichen Erregern. Die bakterizide Wirkung erfolgt, wie bei anderen ß-Lactam-Antibiotika, durch Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese. ist zur kalkulierten Initialtherapie schwerster, lebensbedrohlicher Infektionen, einschließlich der eitrigen Meningitis geeignet. für die Cephalosporine typische Enterokokkenlücke ist bei Ceftriaxon vorhanden, auch Listerien, Legionellen und Pseudomonas aeruginosa werden nicht erfasst, und müssen durch Kombination mit weiteren Antibiotika geschlossen werden. Weiter ist Ceftriaxon zur Therapie der Neuroborreliose und der Einmalbehandlung der Gonorrhoe geeignet.wird intravenös oder intramuskulär verabreicht. Die Flächen unter den Plasmakonzentration-Zeit-Kurven nach i.v. und i.m. Verabreichung sind identisch. Dies bedeutet, dass die Bioverfügbarkeit von i.m. verabreichtem Ceftriaxon 100 % beträgt.intravenöser Verabreichung tritt Ceftriaxon rasch in die interstitielle Körperflüssigkeit über, wo bakterizide Konzentrationen gegen empfindliche Keime über 24 Stunden aufrechterhalten bleiben.einer Dosis von 1-2 g zeigt Ceftriaxon eine gute Penetration in Gewebe und Körperflüssigkeiten, Konzentrationen über der minimalen Hemmkonzentration (MIK) für die meisten pathogenen Keime konnten länger als 24 Stunden in über 60 Geweben bzw. Körperflüssigkeiten gemessen werden, inkl. Lunge, Herz, Gallentrakt, Leber, Mittelohr, Nasenschleimhaut, Knochen sowie Cerebrospinal-,Pleural-, Synovial- und Prostataflüssigkeit.wird im Organismus selbst nicht metabolisiert, erst nach biliärer Ausscheidung ins Darmlumen wandelt die Darmflora den Wirkstoff zu inaktiven Metaboliten um. Ceftriaxon wird zu 50-60 % unverändert über die Nieren und zu 40-50 % unverändert mit der Galle ausgeschieden.Die Plasmahalbwertszeit beträgt bei Erwachsenen etwa 8 Stunden.
