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Cefepim
Therapeutischer Bereich: Bei Cefepim Talspiegel 8.0 mg/l ist die errechnete Wahrscheinlichkeit einer Cefepim induzierten Neurotoxizität kleiner oder gleich 5% (Lamoth et al., Antimicrob. Agents Chemother. 2010,54,4360). Bei Enterobacteriaceae wird eine minimale Hemmkonzentration von kleiner oder gleich 1.0 mg/l Cefepim als empfindlich interpretiert (http://www.eucast.org). Talspiegel von 1.0-5.0 mg/l werden als wirksam interpretiert (T>MIC grösser oder gleich 50%) (Chapuis et al., Critical Care 2010,14,R51). Bei weiteren Fragen zu Dosierung, MIC und entsprechendem therapeutischem Bereich des jeweiligen Antibiotikums wenden Sie sich bitte an die Universitätsklinik für Infektiologie Inselspital Bern. Target trough total (Cmin) or free (fCmin) plasma concentration following intermittent administration for the main antibiotics and Target total (Css) or free (fCss) steady-state plasma concentration following continuous administration for the main beta-lactam antibiotics Adapted from Guilhaumou et al. Critical Care 2019 23:104 doi.org/10.1186/s13054-019-2378-9 Cefepim Free fraction [f] (%) Documented infection Non-documented infection MIC threshold mic.eucast.org ECOFF (Epidemiological Cut-Off) ~80% fCmin or fCss >= 2× MIC Cmin < 10 mg/l Css < 10 mg/l Cmin 5-8 mg/l Css 5-8 mg/l 0.125 mg/L E. cloacae 8 mg/L P. aeruginosa Klinische Information: Cefepim, ein Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine, wird bei sehr schweren Infektionen (inkl. Pneumonie, Sepsis, Harnwegsinfektionen, komplizierten intra-abdominale Infektionen, Haut- und Hautstrukturinfektionen) sowie lebensbedrohlichen Infektionen (inkl. Sepsis, insbesondere bei immunkompromittierten Patienten) eingesetzt. Die bakterizide Wirkung erfolgt, wie bei anderen Beta-Lactam-Antibiotika, durch Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese. Als Cephalosporin der 4. Generation ist Cefepim auch gegen Pseudomonas aeruginosa wirksam. wird fast ausschliesslich durch die Niere über glomeruläre Filtration ausgeschieden. Deshalb muss bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate <=50 ml/Min.) eine Dosisanpassung erfolgen, um die langsamere Ausscheidung durch die Niere auszugleichen.beachten Sie die jeweiligen Angaben zu Indikation, Dosierung, Pharmakokinetik etc. des verabreichten Medikamentes im Arzneimittel-Kompendium, Online, Documed AG, Basel, compendium.ch/home/de.
