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Kryoglobulin
Auch bei Gesunden kann teilweise schwach positives Kryoglobulin gefunden werden. Der Kryokrit kann, muss aber nicht mit den klinischen Symptomen einer Kryoglobulinämie korrelieren. Einige Autoren geben ein Cut-off für Kryokrit von 1% an. Es werden 3 Kryoglobulin-Typen unterschieden: Typ I enthält monoklonales Immunglobulin Typ II enthält monoklonales Immunglobulin sowie polyklonales Immunglobulin (häufig monoklonales IgM sowie polyklonales IgG) Typ III enthält polyklonales Immunglobulin (häufig polyklonales IgM mit Rheumafaktoraktivität sowie polyklonales IgG). Kryoglobulin vom Typ I und Typ II können assoziiert sein mit monoklonalen Gammopathien (monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz/MGUS, Morbus Waldenström, multiplen Myelom, andere mit monoklonaler Gammopathie assoziierten lymphoproliferative Erkrankungen). Kryoglobulin vom Typ II und Typ III sind am häufigsten assoziiert mit chronischen Infektionen (HCV, HBV und HIV) oder Autoimmunerkrankungen (Sjögren Syndrom, systemischer Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis). Mögliche Symptome: Raynaud Syndrom, kälteinduzierte Zyanose, Hautblutungen oder Nekrosen im Bereich der Akren. Neben den häufigeren Hautsymptomen können auch innere Organe wie Niere (Glomerulonephritis) oder periphere Nerven betroffen sein. Vaskulitiden findet man häufiger bei Kryoglobulin vom Typ II und III. Hyperviskosität findet man häufiger bei Kryoglobulin vom Typ I. Literaturquelle: Ramos-Casals M et al. The cryoglobulinaemias. Lancet. 2012,379(9813):348-60.
